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Wie kam die Bürgergemeinde zum Revier Asp/Spalen auf Gemeindegebiet Hägendorf/Langenbruck?
Wie alles begann
Im Jahre 1867 hat die Bürgergemeinde Olten den Allerheiligenberg mit einer Fläche von total 116 ha (85 ha offenes Kulturland und 31 ha Wald) erworben. Der Kaufpreis betrug Fr. 114'000.- (9.8 Rp./m2).
Der grösste Teil des Gutes gehörte damals einem J. Hufschmied, als zweiter Eigentümer wird ein J. Studer genannt. Wir zitieren aus dem ersten Waldwirtschaftsplan von 1892:
"Er (Hufschmied) machte schlechte Geschäfte und kam 1867 in den Konkurs und da Studer, der zweite Eigentümer, zu jener Zeit starb und sein Gut unter günstigen Bedingungen zu kaufen war, ergriff die Bürgergemeinde Olten, die durch Abtrieb von Tannen-Bauholz circa 200'000 frs. gesammelt und das Geld in Grundeigentum anlegen wollte, damit es bei einer damals drohenden Vereinigung von Bürger- und Einwohnergemeinde im Besitz der Bürger verbliebe, die günstige Gelegenheit, sowohl das erste, als das zweite Gut um 114'000 frs. anzukaufen."
Die erwähnten ca. Fr. 200'000.- waren der Erlös aus den Rodungen für das SBB-Areal im Tannwald.
Interessant ist ein Hinweis auf die frühere Bewirtschaftung. Als sich die Lage auf dem Hof verschlechterte, führte Hufschmied grössere Kahlschläge aus und verkohlte das Holz in Meilern:
"Die leicht transportablen Kohlen wurden an die von Roll'sche Giesserei in der Klus abgegeben. Vier jetzt noch sichtbare, gut angelegte Meilerplätze beweisen diese Nutzungsart. Diese Abschlachtung der Wälder wurde durch die Gläubiger Hufschmieds aufgehalten."
Jedenfalls war aus den 31 ha Wald nicht mehr viel herauszuholen. Die Bürgergemeinde unternahm grosse Anstrengungen zur Verbesserung der Verhältnisse. So wurden zahlreiche Lücken ausgepflanzt und rund 36 ha Weideland aufgeforstet, darunter auch das "Müllersbergli" (ein zum Allerheiligenberg gehörender Landwirschaftbetrieb). Das dortige Gebäude wurde abgebrochen. Für Nachbesserungen und Aufforstungen setzte man über 275'000 Pflanzen und 250 kg. Samen wurden in Freisaaten ausgebracht.
Mit dem Landwirtschaftbetrieb Allerheiligen hatte die Bürgergemeinde kein Glück. Der Gebäudeunterhalt verschlang grosse Summen und der Pachtzins musste gesenkt werden, weil der Pächter nicht in der Lage war, mehr zu bezahlen. Der Wald war im Aufbau begriffen und nicht imstande, den Ausfall wettzumachen.
Zur Situation: 1902 beträgt die Gesamtfläche 122 ha, wovon 51 ha Kulturland und 71 ha Wald. Gegenüber 1867 hat die Waldfläche also um 40 ha zugenommen. Der Zustand des offenen Landes ist befriedigend, trotzdem muss der Nettoertrag aus der Landwirtschaft als ungenügend bezeichnet werden. Aus dem Wirtschaftsplan:
"Doch haben alle Gebäude die Merkmale und Gebrechen, welche sehr alten Bauernhäusern anhaften und die Reparaturen nehmen kein Ende. Niemand wird auch bestreiten können, dass die Unterkunftsgelegenheiten für die Führung einer Wirtschaft und besonders die Abortverhältnisse in jeder Beziehung durchaus ungenügend und der Bürgergemeinde Olten eigentlich unwürdig sind."
1906 wurde der Sennberg Allerheiligenberg mit 66 ha Land und Wald für Fr. 75'000.- an die Kant. Gemeinnützige Gesellschaft zur Errichtung der Soloth. Tuberkulose-Heilstätte verkauft.
Zwischenhinein, im Jahre 1904, konnte der Asphof (westlich vom Allerheiligenberg gelegen) mit 12 ha, wovon 9 ha Kulturland, von einem Wolfgang Kamber für Fr. 17'000.- erworben werden, welcher dem damaligen nebenamtlichen Förster zur Selbstversorgung diente.
1992 baute die Bürgergemeind Olten parallel zur Basiserschliessung (Aspweg) ausgehend vom "Müllersbergli" bis hinauf zum "Drahtzieher" (höchster Punkt 1060 m. ü. M.) eine Strasse (3.2 km). Dadurch ist heute das Revier Asp vollständig erschlossen und kann ohne Probleme bewirtschaftet werden.
Aufforstung Spalen
Anfangs 1963 bot sich die Gelegenheit, den Spalenhof mit einer Fläche von 12,55 ha für Fr. 100'000.- zu kaufen.Das Gut liegt zu 69% auf Gebiet der Gemeinde Langenbruck und mit 31% auf Boden der Gemeinde Hägendorf. Die Liegenschaft wurde mit der Absicht erworben, für das Areal des Steinbruchs im Born eine Ersatzaufforstung zu schaffen.In der Folge bepflanzte man den ehemaligen Spalenhof mit 69'000 Nadelbäume und 24'000 Laubbäume.
Die Aufforstung Spalen kann als gelungen betrachtet werden und liefert schon heute wervolles Nutz- und Zelluloseholz. Der im Steinbruch Born verschwundene Wald ist vollständig ersetzt.
Asphof, Hägendorf
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